Kreisgruppe Recklinghausen

Nicht reden - machen!

 

Klimaanpassungsmaßnahmen?!

Recklinghausen ist im Vergleich zu anderen Städten eine waldarme Stadt, die besonders in der Südstadt nicht genügend Frischluftschneisen aufweist. Deswegen ist dort die Erhaltung von Parks und urbanen Wäldern besonders wichtig.

Folgen des Klimawandels und viele sinnvolle Anpassungsvorschläge finden sich im Klimaanpassungsgutachten der Stadt Recklinghausen von 2017:

Maßnahmen, die in diesem Gutachten vorgeschlagen werden, können z. B. helfen, die in Recklinghausen durch die dichte Bebauung reichlich vorhandenen Hitzeinseln im Hochsommer zu beseitigen!

Ein Gesamtkonzept „Anpassung an den Klimawandel“ ist punktuellen, lokal begrenzten Maßnahmen vorzuziehen!

Nicht reden - machen!

 

Baumaßnahmen: zerstören und kompensieren?

Ersatzmaßnahmen wie Ersatzpflanzungen, die die Zerstörung von für die Biodiversität wichtigen Flächen ausgleichen sollen, sind als völlig unzureichend zu bewerten:

  1. Sobald Ausgleichsmaßnahmen beantragt werden, kann man davon ausgehen, dass Biodiversität zerstört werden soll.

  2. Wenn die Zerstörung einer heute als Kompensationsmaßnahme ausgewiesenen Fläche in Zukunft wirtschaftlich interessant wird, kann dies genehmigt und finanziert werden – solange der Konzern oder Bauherr zusagt, auch die Zerstörung der Kompensationsfläche zu kompensieren

Kompensation von Biodiversitätsverlust ermöglicht somit eine nie endende Zerstörung statt verlässlichen Schutz von Biodiversität!

 

Land- und Forstwirtschaft: auf dem richtigen Weg?

Monokulturen und Pestizide auf landwirtschaftlichen Flächen erzeugen Artenrückgang!

Strukturreiche land- und forstwirschaftliche Flächen bringen Artenvielfalt hervor!

Verzicht auf Ackergifte und Überdüngung, Hecken als Insekten., Vogel- und Erosionsschutz, Schaffung von Biotopverbundlinien, Wiesen- und Blühstreifen, …

 

Nicht reden - machen!

 

 

Wissenschaftlerplan gegen das Insektensterben


1. Einschränkung des Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft
u.a. durch veränderte Zulassungsverfahren, einem Verbot von vorbeugendem Pflanzenschutz und einem Verbot von Neonikotinoiden und Totalherbiziden

2. Extensivierung der Landwirtschaft
u.a. durch Kopplung der EU-Agrarsubventionen an ökologische Leistungen, durch Förderung von Brachflächen und Ökolandbau. Nährstoffüberschüsse müssen begrenzt, strukturreiche Flächen und die Vernetzung der Biotope gefördert werden.

3. Erhöhung der Artenvielfalt des Grünlands
Ein Rückgang der Grünlandflächen ist zu stoppen. Die Bewirtschaftung muss insektenfreundlicher werden, der Einsatz von Mulchgeräten und Mähaufbereitern begrenzt.

4. Pflege von Naturschutzgebieten
u.a. muss das Pflegemanagement Insekten besser berücksichtigen. Die unter Naturschutz stehende Fläche ist zu erhöhen, der Einsatz von Pestiziden darin untersagt werden. Die Naturschutzbehörden brauchen einen höheren Etat.

5. Mehr Natur im öffentlichen Raum
Öffentliche Grünflächen sollen insektenfreundlicher gestaltet werden: Mehr heimische Blühpflanzen statt mehr Grün in der Stadt. Rasenflächen müssen zu extensiven Mähwiesen umgestaltet werden.

6. Weniger Lichtverschmutzung
Straßenleuchten sind auf LED umzurüsten, die Farbtemperatur sollte maximal 3000 Kelvin betragen, die für Insekten weniger attraktiv ist als die üblichen 4000 Kelvin.

7. Forschungs‐ und Bildungsoffensive
Die Artenkenntnisse der Bevölkerung in Deutschland sind gering. Daher ist eine Taxonomie-Offensive für Experten und Amateur-Entomologen nötig. Das Insekten-Monitoring muss ausgebaut, naturkundliche Sammlungen besser unterstützt werden.

8. Förderung von Wildbestäubern
Wildbienen sollen einen höheren Schutzstatus erhalten und in die FFH-Richtlinie aufgenommen werden. Um Krankheitsübertragungen zu vermeiden, ist bei Honigbienen streng auf die Hygiene zu achten, eine Nahrungskonkurrenz zu den Wildbienen ist zu vermeiden, etwa durch die Festlegung einer Höchstzahl.

9. Öffentlichkeitsarbeit
Das Bewusstsein der Bevölkerung für das Problem ist zu schärfen, etwa damit auch Privatgärten insektenfreundlicher gestaltet werden. Fortbildungen für Lehrer und Erzieher können bereits bei den Jüngsten ansetzen.
 

Verfasst von den Vortragenden des Internationalen Insektenschutzsymposiums

Stuttgart 19.10.2018

 

 

 

AUF STEINWÜSTEN im Garten VERZICHTEN ist INSEKTENSCHUTZ

  • Gärten sind letzte Lebensräume für Insekten, nachdem landwirtschaftliche Flächen immer öder und eintöniger wurden

  • sie finden, jahreszeitlich bedingt, oft nur noch in naturnahen Gärten Nahrung

     

 

AUF GIFT im Garten VERZICHTEN

ist INSEKTENSCHUTZ

 

Insekten, Bienen,Wildbienen und

Schmetterlinge, werden so nicht

mit vergiftet

 

 

 

NACHHALTIG ÖKOLOGISCH

hergestellte Lebensmittel kaufen ist

INSEKTENSCHUTZ

  • beim Anbau dieser Lebensmittel wird der Ackerboden nicht vergiftet (z. B. Bioland) und

    weist ein reiches Bodenleben auf

  • diese Bewirtschaftungsart ermöglicht Vielfalt

     

SAISONAL und REGIONAL

einkaufen ist  KLIMASCHUTZ

  • kurze Wege sparen Treibstoff

  • regionale Landwirte werden unterstützt

  • Gemüse und Obst sind frischer

 

 

Entsiegelung und Begrünung ist

Klimaschutz

     

Innenstädte sind aufgrund ihrer dichten Bebauung

und des oft fehlenden Stadtgrüns Hitzeinseln. Großkronige Bäume bieten Schatten und erträgliche Aufenthaltsorte.

 

 

BAUMSCHUTZ ist KLIMASCHUTZ

BÄUME - besonders alte Exemplare

  •  binden Kohlendioxid

    • spenden Sauerstoff

    • verbessern die Luftqualität

    • bieten Schatten und Kühlung

    • sind Lebensraum

    • sorgen für ein gutes Stadtklima

 

Regenwassermanagement ist

Klimaschutz

Aufgrund des Klimawandels müssen wir künftig mit extremen Wetterlagen rechnen. Sowohl Trockenperioden als auch Starkregen können durch sinnvolles Wassermanagement abgemildert werden.

 

 

UNKRAUT dulden ist

INSEKTENSCHUTZ

WILDKRÄUTER – auf Äckern oder in Gärten

      • bieten Insekten und Vögeln Nahrung

      • sind Nektarquellen für Schmetterlinge

      • sind wichtig für die „Raupe Nimmersatt“

      • besonders wichtig: die Brennnessel

 

Fahrradfahren, zu Fuß gehen,

Solar-, Windenergie nutzen

ist Klimaschutz

 

und, und, und ...

 

 

 

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